Padgett Botschaften 1915 - September bis Dezember

Johannes beschreibt die Sinne der Seele

Johannes - empfangen von James Padgett am 25. September 1915, Washington, DC, USA.

Ich bin hier, Johannes.

Ich komme heute Nacht, um dir ganz kurz über die Wahrheiten der Göttlichen Sphären zu schreiben, wo ich lebe und mich an der Seligkeit erfreue, die mir mein Vater schenkt.

Wie du ja weißt, diese Göttlichen Sphären liegen über den Spirituellen Sphären, und sie werden nur von spirituellen Wesen bewohnt, die die Neue Geburt empfangen haben, und die an die Wahrheiten glauben, wie Jesus sie gelehrt hatte. Keinen anderen spirituellen Wesen ist es erlaubt, diese Sphären zu betreten, und keine anderen spirituellen Wesen könnten möglicherweise ihr Glück in ihnen finden; denn in ihnen ist die Göttliche Liebe so entwickelt in den Seelen der Wesen, die da leben, dass jedes spirituelle Wesen, das nicht jene Liebe besitzt, finden würde, dass es sich in einer Atmosphäre befindet, die seinen Qualitäten völlig fremd ist, und es wäre höchst unglücklich. Aber wie ich sage, kein Wesen, das nicht jene Liebe besitzt, von der wir dir berichten, kann womöglich diese Sphären betreten. Die Trennungsmauern sind genauso fest und abweisend, wie die Trennungsmauern eurer Gefängnisse auf Erden von der umliegenden Welt.

Ich lebe in einer Stadt, die von spirituellen Wesen bewohnt wird, die eine wunderbare Seelenentwicklung haben, und die in der Lage sind, die tiefen Wahrheiten Gottes zu verstehen, die die Sterblichen oder die Wesen in den Spirituellen Sphären nicht verstehen können.

Das kommt dir vielleicht seltsam vor, aber es ist wahr; denn es wäre absolut unmöglich für die spirituellen Wesen der niedrigeren Sphären oder für die Sterblichen, diese höheren Wahrheiten zu verstehen. Sie können eben nicht mittels der intellektuellen Begabungen, wie man das nennen könnte, oder mittels des Verstandes begriffen werden, sondern sie können nur von den Wahrnehmungen der Seele erfasst werden, die soweit entwickelt ist, dass nichts, was am rein Materiellen teilhat, darin verweilen kann.

Der Verstand stößt in der Sechsten Sphäre auf die Grenzen seines Fortschrittes. Und danach kann nur die Seele fortschreiten. Aber das heißt nicht, dass das spirituellen Wesen, das diesen Fortschritt in den Göttlichen Sphären vollzieht, nicht auch im Wissen und im Verständnis wächst, denn das geschieht - und zwar in einem größeren Ausmaße, als das für den reinen Fortschritt des Verstandes möglich ist. Aber dieser Fortschritt eines spirituellen Wesens im Wissen und im Verständnis ist ein Fortschritt der Seelenwahrnehmungen, von denen ich spreche. Die Fähigkeiten der Seele sind den Fähigkeiten des sogenannten Verstandes hoch überlegen, so wie der Himmel hoch über der Erde schwebt.

Du siehst also, dass die Seele nicht nur die Gefühle und die Liebe eines spirituellen Wesens birgt, sondern auch Eigenschaften, die es ihm ermöglichen, die Qualitäten der Kenntnis zu verstehen und zu entwickeln und zwar soweit, wie es der Verstand nicht kann. Es ist schwer, dir das zu erklären, ebenso für dich, die Bedeutung zu erfassen; aber das wirst du verstehen: wenn die Seele in der Entwicklung ihrer Wahrnehmungen fortschreitet, nimmt das Wissen und Verständnis über alles in der Göttlichen Welt zu. Wenn du das richtig betrachtest, wirst du herausfinden, dass das eine wunderbare Vorsorge der Liebe und der Gnade des Vaters ist.

Wie wichtig ist doch die Seele für die Sterblichen und die spirituellen Wesen! Sie kann auf Erden und auch in der spirituellen Welt ausgehungert werden; andererseits kann sie sowohl auf Erden als auch in der spirituellen Welt entwickelt werden. Wenn die Sterblichen das doch nur verstehen würden, dass die Seele, was die Ewigkeit anbelangt, das Eine, Große ist, was sie besitzen, und man ihr mehr Sorgfalt und Entwicklung zukommen lassen sollte als allen anderen Facetten des menschlichen Daseins.

Ich komme bald wieder und werde eine umfassendere Erklärung über die Seele, ihre Aufgabe und ihre Bedeutung abgeben.

Mit meiner Liebe und meinem Segen bin ich, dein Bruder in Christus, Johannes.

Deutscher Orginaltext von www.truths.com