Padgett Botschaften 1916

Am Anfang war das Wort

Johannes – empfangen durch James Padgett am 17. September 1916, Washington, DC, USA.

Ich bin hier, Johannes der Apostel

Ich möchte bloß ein paar Worte bezüglich dessen sagen, was dir der Mann über das Evangelium, das mir zugeschrieben wird, erzählte.

Sein Hinweis auf die einführenden Worte des Evangeliums - nämlich “am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott”, usw. - entbehrt jeglicher Kraft um zu beweisen, dass Jesus Gott ist oder Teil der “Dreifaltigkeit”; denn dies wurde von mir oder nach meinem Diktat nie geschrieben, und es stellt keine Wahrheit fest.

In dem Sinne, wie jenes Evangelium es verwendet, kann das “Wort” nur Gott meinen. Denn Er, und Er Allein, war am Anfang und erschuf alles, was erschaffen wurde.

Wie wir dir oft gesagt haben, war Jesus der Sohn eines Vaters und einer Mutter, genauso wie du der Sohn eines Vaters und einer Mutter bist. Und er wurde nicht vom Heiligen Geist in dem Sinne gezeugt, wie das in der Erzählung seiner Geburt verwendet wird.

Er wurde aus dem Heiligen Geist geboren, als sich seine Seele dem Einfließen der Göttlichen Liebe öffnete; und er war der erste der Menschheit, der die Göttliche Liebe und die Essenz der Göttlichkeit des Vaters erhielt. Folglich war er der Erstling der neuerlichen Schenkung dieser Liebe, und in der Folge war er der erste, der befähigt war, die Wahrheiten des Vaters zu verkünden und den Weg zu weisen. Als seine Seele von dieser Liebe erfüllt wurde, und er an Weisheit und Kenntnis der Wahrheiten des Vaters wuchs, kann man sagen, dass er vom Vater ausgesandt wurde, die Wahrheiten zu verkünden und den Weg zum Himmelreich zu erklären, und wie man die Einheit mit dem Vater erreichen konnte.

Diese Liebe begann bald nach seiner Geburt in seine Seele zu strömen, zweifellos, weil er auserwählt worden war, die Wahrheiten der neuerlichen Schenkung der Göttlichen Liebe zu verkünden; und die Kenntnis dieses Auftrages kam ihm, als er in Liebe und Weisheit wuchs. In der Folge war er frei von Sünde, obgleich er offensichtlich genauso ein natürlicher Junge war wie andere auch in seinen menschlichen Instinkten und Gefühlen. Aber er war der Menschensohn - Josef und Maria - und auch ein Sohn Gottes, wie das alle Menschen sind - mit der zusätzlichen Eigenschaft, dass er ein Erbe des Himmelreiches war.

Er war nicht Gott. Und im Gegensatz zu dem, was die Orthodoxen glauben, hat er Gott niemals gesehen, sogar bis jetzt; noch haben Moses und einige der Figuren des Alten Testaments Gott gesehen. Aber Jesus hat Gott mit seinen Seelenwahrnehmungen gesehen, und ebenso viele andere unter uns, die wir Bewohner der Göttlichen Himmel sind. Und dieses Sehen ist geradeso echt für uns wie euer Sehen für dich oder für irgendeinen deiner sterblichen Nächsten. Es ist unmöglich, dir das zu erklären, sodass du voll verstehst, was ich sagen möchte; aber dieses Sehen Gottes mittels unserer Seelenwahrnehmungen ist etwas Reales und schafft höhere Seligkeit und eine Kenntnis der Unsterblichkeit.

Jesus ist nicht Gott, sondern er ist das am höchsten entwickelte spirituelle Wesen in den gesamten Himmeln, und er steht Gott in Liebe und Kenntnis der Wahrheit am nächsten.

Deshalb sage ich, das “Wort” ist Gott, und Jesus ist Sein Sohn. Und du kannst zu Seinem Sohn im selben Sinne werden - als Erbe der Göttlichen Essenz des Vaters und Engel Seines Reiches. So wie Jesus dir geschrieben hat, alle Menschen sind Seine Kinder, aber besitzen ein unterschiedliches Erbe; aber all das Erbe wird vom Vater zur Verfügung gestellt. Die Doktrinen der Lehrer der sogenannten biblischen “Wahrheiten” sollen dich nicht kümmern. Horch nur auf das und glaube nur, was wir dir schreiben.

Ich werde heute Nacht nicht mehr schreiben, denn es ist schon spät. Zum Abschluss sage ich dir, dass du in unserer Liebe und in unseren Gebeten weilst. Ich bin dein Bruder in Christus, Johannes.

Deutscher Orginaltext von www.truths.com