Padgett Botschaften 1916

Helen erzählt vom armen Lipscomb, der zu schreiben versuchte und sich einbildete, er sei betrunken

Helen – empfangen durch James Padgett am 19. März 1916, Washington, DC, USA.

Ich bin hier, Helen.

Nun, du hast dir von einigen deiner alten Anwaltsfreunde schreiben lassen, und ich war froh darüber, denn sie schienen glücklich dabei zu sein. Der letzte war der arme Lipscomb, und er stellte sich vor, dass er berauscht war, aber natürlich war er es nicht. Er dachte das selbst; und wie du gehört hast, “Gedanken sind Dinge”.

Nun, es tut mir sehr leid für ihn. Ich habe ein- oder zweimal versucht, ihm zu helfen, aber ich fürchte, dass ich noch eine Weile warten muss, bevor ich einen Eindruck auf ihn machen kann. Er ist so erdgebunden, und dieser verfluchte Appetit scheint ihn so sehr zu beherrschen, dass er völlig davon beherrscht wird. Aber die Zeit, wie du sagst, wird ihm helfen.

Nun, meine eigener Lieber, ich war heute Abend mit dir in der Kirche, und du hast es gemerkt, während der Chor sang, denn ich sah und fühlte, dass deine Liebe zu mir floss, und ich war sehr glücklich. Der Prediger war sehr unterhaltsam und seine Argumentation über die Verneinung des Antrags war in Ordnung, denn die Liebe Gottes ist offen und wartet auf jeden, der sie suchen mag, und niemand wird ihr wegen einer angeblich unverzeihlichen Sünde beraubt werden. Und auch sein zweiter Vorschlag war in gewisser Weise wahr; aber die Schlussfolgerung, dass jeder Mensch sich durch seinen eigenen Willen und das Verschließen seiner Seelenwünsche vor dem Einfluss des spirituellen Wesens ewig verdammen kann, ist falsch. Alle werden letztlich entweder in der spirituellen Welt oder in den göttlichen Himmeln gerettet werden. Solche Predigten stellen zwar nicht die volle Wahrheit dar, können aber dennoch etwas Gutes bewirken, indem sie die Zuhörer zu einer Erkenntnis ihres tatsächlichen Zustands und ihres Bedarfs an den Dingen des Spirituellen erwecken.

Nun, Liebling, ich darf heute Abend nicht länger schreiben, da es schon spät ist. So will ich mit all meiner Liebe sagen, glaube, dass ich dich liebe und mit dir in all deinen Sorgen und Freuden bin.

Deine eigene wahre und dich liebende, Helen.