Erklärungen und Einsichten in das Neue Testament

Offenbarung 34 : Gott verschließt sich niemals, wenn der Mensch zu Ihm ruft

Johannes – empfangen durch Dr Samuels am 1. und 2. November 1954, 23. Juni 1955.

Ich bin hier, der Apostel Johannes.

Ich war heute bei dir, als du mit dem Doktor verschiedenen Passagen des sogenannten Johannes-Evangeliums erörtert hast. Ich kann dir deshalb versichern, dass dir noch viele Beispiele ins Auge fallen werden, an denen dieses Evangelium schlichtweg irrt oder die Unwahrheit sagt. Als Beispiel mag dir Kapitel 9, Vers 31, dienen:

“Wir wissen, dass Gott einen Sünder nicht erhört; wer aber Gott fürchtet und Seinen Willen tut, den erhört Er.“

Dies ist vollkommen falsch und bedarf dringend einer Korrektur. In Wahrheit ist es nämlich genau entgegengesetzt: Der Vater verschließt sich niemals, wenn der Mensch sich Ihm in Demut und Reue nähert — ob er jetzt um Seine Göttliche Liebe bittet oder als Sünder, der erkannt hat, wie sehr er sich aus der göttlichen Harmonie entfernt hat, zum Vater betet, um Seine Liebe und Sein Erbarmen herabzurufen.

So viele Menschen sind durch diese harschen Worte schon in die Irre geführt worden und letztendlich in stumpfe Resignation verfallen, denn wenn Gott den Sünder nicht erhört, wer kann dann noch vor Ihm bestehen? Sei also versichert, wie ihr beide bereits richtig erkannt habt, dass der Vater sich niemals abwenden wird, wenn der Mensch in aufrichtigem Vertrauen zu Ihm ruft.

Ich kann dich deshalb nur immer wieder darum bitten, alle deine Zweifel aufzugeben, um stattdessen in deinem Bemühen fortzufahren, der Menschheit die Wahrheit zu bringen, die Jesus mit deiner Hilfe niederschreibt. Betet beide noch inniger um die Liebe des Vaters, damit alle Irrtümer und Bosheiten eure Seele verlassen und ihr frei von allen irdischen Begierden zu wahren Aposteln Jesu werdet, wie auch ich einst sein wahrer Apostel und Jünger war. Damit beende ich diese Botschaft.

Ich sende dir und dem Doktor all meine Liebe, der Apostel Johannes.