Zentrale Themen

Wer oder was ist Gott

Wir alle haben ein angeborenes Wissen, dass es etwas Größeres gibt, einen Schöpfer, eine Überseele, einen großen Weißen Geist, eine Quelle von allem. Durch die Existenz unserer Seele, wenn auch oft ohne bewusste Wahrnehmung, sehnen wir uns danach, ihr nahe zu sein, ihre Hilfe und Zuneigung zu suchen. Meistens, sobald wir ein intellektuelles Verständnis des Wissens über Gott haben, beginnt die Suche in einem geistlichen oder seelischen Drang, Gott zu finden. Während der Suche nach unserem Gott, während unser Seelenbewusstsein für Gott durch die Erlangung Seiner Gabe der Göttlichen Liebe wächst, entwickelt man einen von ganzem Herzen kommenden Wunsch, den Willen des Vaters zu dienen. Durch diesen Prozess der Seelenentwicklung und des Gottesbewusstseins erkennt man in größerem Maße, wer Gott ist. Gott ist real, ein Wesen, mit dem man eine persönliche Beziehung haben kann. Gott ist unveränderlich, voller Liebe und Barmherzigkeit. Seine Gegenwart ist in jeder Hinsicht spürbar und man weiß immer mehr: Er ist ein Gott der Liebe, Kraft und Weisheit. Er ist nicht weit weg, sondern so nah, so dass Sein Einfluss von Liebe und Güte zu spüren ist. Wenn wir Gott näher kommen, können wir definitiv Seine Liebe, Zuwendung und Sympathie, Seine sanfte Fürsorge, Seine persönliche Beziehung zu Seinen Kindern spüren. Durch das Gebet wird diese persönliche Beziehung immer stärker.

In den Schriften, die das begabte Medium James Padgett erhielt, wurden uns viele weitere Wahrheiten über Gott und die Vorkehrungen, die er für das Glück und die Erlösung seiner Kinder, seiner Geschöpfe hat, offenbart. Um uns zu helfen, Gott zu verstehen und zu erkennen, erhalten wir eine Beschreibung seiner Attribute, die uns seinen Charakter und seine Eigenschaften offenbart. Diese Eigenschaften oder Attribute gehen von Seiner großen Seele aus. Als erstens müssen wir verstehen, dass Gott Persönlichkeit hat und kein nebulöses Wesen ist, oder eine Einheit von Kraft, Prinzip oder entwickelten Gesetzen - sondern Seele mit Persönlichkeit. Lukas versichert, dass Gott eine Persönlichkeit ist und die folgenden Eigenschaften hat:

Wie auch der Mensch, der zu inniger und persönlicher Interaktion fähig ist, ist Gott ein Wesen, das den persönlichen Kontakt zu Seinem Geschöpf sucht. Durch die Ihm innewohnenden Attribute ist es dem Vater möglich, ganz speziell auf die individuellen Bedürfnisse und subjektiven Anforderungen Seiner Kinder einzugehen.

Ähnlich wie beim Menschen, der eine gewisse Erwartungshaltung und die daraus folgenden Emotionsmuster zur Verfügung hat, um mit seiner Umwelt zu interagieren, stehen auch Gott ganz bestimmte Attribute und Eigenschaften wie beispielsweise Liebe, Weisheit und Allwissen zur Verfügung, um ganz individuell auf jedes Herz und jede einzelne Seele einzugehen. Diese Eigenschaften sind es, die den Vater zu einem ganz persönlichen Gott machen; dies erfährt der Mensch aber erst dann in seiner vollen Ausprägung, wenn seine Seele entsprechend entwickelt ist.

Um aber den Vater als diesen persönlichen Gott kennenzulernen und eine tiefe Beziehung zu Ihm aufzubauen, ist es unabdingbar, den Weg der Göttlichen Liebe zu gehen. Nur wer die Neue Geburt erlebt hat und somit vollkommen transformiert worden ist, erhält Anteil an Seiner göttlichen Natur und somit die Fähigkeit, Gott als den wahrzunehmen, der Er tatsächlich ist. Diese Wandlung, bei welcher der Mensch seine ursprüngliche Natur zurücklässt, um in die göttliche Essenz getaucht zu werden, geschieht ausschließlich durch das Wirken der Göttlichen Liebe.

Alle anderen—Sterbliche oder spirituelle Wesen—haben keinen Anteil an dieser Erkenntnis, solange sie nicht begreifen, dass es der Weg dieser Liebe ist, der ihnen die Wahrheit verdeutlichen kann.

Eine Wahrheit ist nicht weniger wahr, nur weil der Mensch nicht in der Lage ist, diese zu erkennen. Gleiches gilt für Gott: Er ist und existiert, auch wenn die Mehrheit der Menschen Seine Anwesenheit nicht erfahren kann. Doch auch wenn der Mensch Gott nicht zu sehen vermag, kann Gott umgekehrt dennoch alle Menschen sehen. Gott weiß, was wir denken, sagen und tun.

Es gibt nichts, was Ihm verborgen bleibt—dabei braucht Gott noch nicht einmal so etwas wie ein Buch des Lebens, in dem alle Taten jedes einzelnen Menschen aufgelistet werden, denn der Mensch selbst, so überraschend dies auch klingen mag, führt Buch über alles, was er im Laufe seiner Existenz denkt, redet oder tut. Lukas 22. November 1915

Diese Attribute Gottes bilden also nicht Gott, sondern sind nur Eigenschaften, die Er besitzt und die in ihrer Wirkung auf die Herzen und Seelen der Menschen von Ihm, seiner Persönlichkeit, ausgehen und fließen. Der folgende Abschnitt erklärt es in den Worten Jesu:

Gott ist also Seele. Und diese Seele hat Ihre Gestalt, die nur von Ihr selbst wahrgenommen werden kann oder von der (Seele) des Menschen, welcher auf Grund eines ausreichenden Besitzes der eigentlichen Substanz der Großen Seele wie Gott geworden ist - nicht nur im Abbild, sondern in der eigentlichen Essenz. Wir spirituellen Wesen des höchsten Seelenfortschritts können Gott und Seine Gestalt durch unsere Seelenwahrnehmungen sehen. Aber hier verwende ich die Worte ‚sehen‘ und ‚Gestalt‘, weil sie die einzigen Wörter sind, die ich gebrauchen kann, um Sterblichen eine vergleichsweise Vorstellung dessen zu geben, was ich versuche zu beschreiben. […]

Aber wie ich gesagt habe, die Wahrheit über Gottes Gestalt - die Seelengestalt - kann von mehr als einem Göttlichen spirituellen Wesen, die von Menschen stammen, die einst auf der Erde lebten, bestätigt werden. Und wie ich versuchte zu erläutern, die Möglichkeit liegt bei den Sterblichen (des gegenwärtigen Lebens und in der großen Zukunft), Gott zu erkennen, wenn ihre Seelen von der Göttlichen Substanz der Liebe des Vaters in ausreichender Menge erfüllt worden sind. […]

Nun, zusätzlich zur Gestalt hat Gott eine Persönlichkeit; und diese drückt sich aus und offenbart sich dem Menschen durch gewisse Eigenschaften, die im Universum für den Menschen vernehmbar bestehen. […] Seine Eigenschaften oder Ausdrücke, die sich Sterblichen oder spirituellen Wesen offenbaren, sind nur die Folgen oder Auswirkungen der Arbeitsweise Seines Geistes, und dieser Geist ist nur die aktive Energie Seiner Seele - von Ihm selbst. Und deswegen ist die Gestalt Gottes nicht über das gesamte Universum der Schöpfung verteilt, wo sich Seine Eigenschaften befinden mögen, oder einfach weil diese Eigenschaften überall anzutreffen sind. Nein, so wie Moses vom Alten Testament feststellte, und wie ich sagte, als ich auf Erden lebte, Gott ist in Seinen Himmeln. Und wenngleich es überraschend und erschreckend sein mag für die Sterblichen zu hören, Gott hat Seinen Wohnsitz; und Gott, die Substanz, die aus Sich Selbst bestehende Seelengestalt, hat Ihre Lokalität. Und die Menschen leben nicht und bewegen sich nicht und haben nicht ihr Dasein in Gott, sondern nur in seinen Ausstrahlungen, Ausdrücken und in Seinem Geist. Jesus am 25. Mai 1917

Bevor wir uns das Wirken des Geistes Gottes näher betrachten, der die aktive Energie Seiner Seele ist, die Seine Attribute und Ausdrücke hervorbringt und manifestiert, werden wir überlegen, was diese Attribute und Ausdrücke sind. Gottes Liebe, die Göttliche Liebe, ist sicherlich das größte Attribut Gottes. Eine andere ist die Wahrheit, die sicherlich unbestreitbar ist, da Er der Schöpfer dessen ist, was ist. Weitere Attribute sind Seine Gnade, Weisheit, Güte, Barmherzigkeit, Vergebung, Fürsorge, Sympathie, Zärtlichkeit, Allwissenheit, Majestät und Allmacht; denn Gott steht hinter der Kraft, dem Prinzip und dem Gesetz, die allesamt nur der Ausdruck Seiner Existenz sind, und die ohne Ihn nicht bestehen könnten. Diese Ausdrücke sind nur Daseinsformen; veränderlich, abhängig und dem Willen Gottes unterworfen, Der, einzig, das Sein ist.

Wir können auch die Gabe des „Lebens“ hinzufügen, denn Er, durch Seinen Geist, gibt und entfernt Leben. Gerne möchten wir ein wenig auf den ‘Geist des Lebens’, mit Hilfe wertvoller Informationen die durch die Botschaften aus dem Buch “Judas von Kerioth” gegeben werden, eingehen:

Der ‘Geist des Lebens’ braucht Materie für seine Tätigkeit. Wenn er eine angemessene Materie findet, um ihm das Leben zu verleihen, tritt er ein und leitet einen Prozess ein, den die Wissenschaft bisher nicht versteht, nämlich das Wunder des Lebens. Der Geist des Lebens hängt immer von der Funktionsweise der Materie ab. Das Leben, wie wir es auf dem Planeten Erde kennen, das “materielle” Leben, ist also kein Attribut der Materie, sondern etwas Äußeres, eine Energie aus der Seele Gottes, eine Energie, die kommt und geht (Tod).

Die Seele, zum Gegensatz, überlebt den physischen Tod, d.h. sie lebt weiter, wenn der Geist des Lebens den materiellen Körper verlässt. Die Seele enthält eine intrinsische Lebenskraft und sie hängt nicht von dem oben genannten Geist ab. Diese innere Kraft ist das Objekt von Studien in der Geisterwelt; bisher eher erfolglose Studien. Und deshalb fehlt noch die Frage, ob die Seele des Menschen in alle Ewigkeit weiterleben wird. Ich kann diese Frage auch nicht beantworten.

Die Göttlichkeit hingegen beinhaltet auch eine Eigenschaft, die wir ‘Leben’ nennen, aber sie ist von ganz anderer Natur, weil sie zum Göttlichen Königreich gehört. Es ist das Leben, wie es dem Vater gehört, das weder einen Anfang noch ein Ende kennt, weil es ewig ist. Wenn die Seele des Menschen nach und nach die Substanz Gottes erwirbt, erwirbt sie auch gleichzeitig die entsprechenden Attribute, und unter ihnen ist das “ewige” Leben.

Durch die Aufnahme der Göttlichen Liebe erwirbt die menschliche Seele dieses endlose Leben, so wie Gott endlos ist. Im Moment der totalen Transformation der Seele bleibt nichts mehr von der ursprünglichen Substanz übrig, und es bleibt nichts von ihrem ursprünglichen Leben, es gibt nur das ewige göttliche Leben.[…]

Das materielle Leben hat eine ganz andere Qualität als das Leben der Seele. Es ist äußerlich und nicht intrinsisch in der Materie. Nur Wesen, die eine Seele haben, d.h. die Menschen, können den physischen Tod des Körpers “überleben”, mit anderen Worten, das Leben der Seele ist eine Art separates Leben, abgesehen vom “organischen” Leben der Materie. Und nach dieser Denkweise ist das Leben der Göttlichen Seele noch eine andere Kategorie als das Leben der rein menschlichen Seele. Es ist also nicht wahr, dass die transformierte Seele einfach die wahre Unsterblichkeit wie eine Fortsetzung des Lebens der menschlichen Seele erlangt, sondern es ist eine völlig neue Qualität, die nur durch die Transformation ins Göttliche möglich ist. […]

Der spirituelle Körper braucht den Geist des Lebens nicht, denn er ist wie eine “materielle Erweiterung” der Seele. Er befindet sich immer im Umbau, - wenn dieser Ausdruck zugelassen werden darf - und spiegelt deshalb den Zustand der Seele wider. Auch der Verstand und die Sinne, die ihren Platz im spirituellen Körper haben, sind diesem ständigen Wandel unterworfen. In der nicht-göttlichen Seele dauern diese Funktionen stark an, weil die Seele diese Funktionen des spirituellen Körpers weiterhin nutzt und vertraut, während im Falle der göttlichen Seele der Aufstieg dieser Seele so stark ist, dass der Verstand und die Sinne des spirituellen Körpers welken, da die Seele sie nicht mehr benutzt und braucht. Der spirituelle Körper in der göttlichen Himmelswelt “entartet” und schließlich zu einem einfachen Anhang der Seele wird, der praktisch keine andere Funktion mehr ausübt als die der Erhaltung der Individualität. Judas am 27. August 2001

Kehren wir zurück zu Gottes Seele und ihren Attributen. Uns wird ebenfalls gesagt: Gott ist Seele, und Seele ist Gott. Nicht die Seele, die sich im erschaffenen Menschen befindet, sondern die Seele, die Gottheit und selbst- existierend ist, ohne Anfang oder Ende, und Deren Wesenseinheit die eine große Tatsache im Universum des Seins ist. Und auch dass Gott, der reinste Seele ist, nicht dual angelegt ist, sondern eine untrennbare Ganzheit darstellt.

Gott ist ein einziger Gott, eine Einzelheit des Seins, unendlich und ewig. Die Existenz des einen Gottes und Seiner göttlichen Natur wurde von Jesus -durch sein Leben auf Erden und wie er ein volles Bewusstsein der Göttlichkeit erlangte- bewiesen, indem er mit dem Vater eins wurde und die Neue Geburt erlebte, der erste Menschen der Christus wurde. Durch Jesus wurde den Menschen die Erkenntnis vermittelt, dass Gott ein persönlicher, spiritueller Vater ist und auch die Tatsache, dass Gott heilig ist.

Damit Gott seine Natur und sein Seelenwesen zum Ausdruck bringen kann, hat er Seinen Geist und dieser Geist ist nur die aktive Energie Seiner Seele - von Ihm selbst. Durch diesen Geist wird die Allgegenwart Gottes, eine Eigenschaft der Persönlichkeit Gottes vom Menschen bemerkt und erkannt. Darüber hinaus offenbart uns Jesus:

Der Geist Gottes bewegt die Menschen zwar, kann sie aber nicht erfüllen. Allein der Heilige Geist erfüllt die menschliche Seele, indem er als Bote und Werkzeug Gottes die Göttliche Liebe in die Seele des Menschen legt. Es gibt nichts Göttliches im Menschen—außer er ist von der Liebe des Vaters erfüllt. Der Geist Gottes ist eine Eigenschaft Gottes, die dem Vater dazu dient, Seine Gegenwart in Form einer aktiven, zielgerichteten Aktion auszudrücken, dennoch ist dieser Geist Gottes nicht in der Lage, eine menschliche Seele in eine göttliche zu verwandeln. Dies kann allein die Göttliche Liebe—die größte und höchste aller Eigenschaften, die der Vater verströmt.

Wer also den Geist Gottes in sich trägt, hat nichts von der göttlichen Natur des Vaters in sich. Dies vermag allein die Göttliche Liebe, die immer dann ihr Heilswerk verrichtet, wenn der Mensch aus der Tiefe seiner Seele um diese Gabe bittet. Nur wenn die Göttliche Liebe in das Herz des Menschen fließt, erhält die Krone der göttlichen Schöpfung Anteil an der Göttlichkeit des Vaters und wird in Seine Natur getaucht.

Der Geist Gottes hat eine andere Funktion—er ist es, der die Seele des Menschen anleitet, sich intellektuell oder moralisch zu vervollkommnen, um der menschlichen Seele die Möglichkeit zu geben, zurück in die Perfektion zu finden, die Teil des Menschen war, als er einst erschaffen wurde.

Diese Erklärung sollte ausreichen, den Unterschied zwischen dem Geist Gottes und dem Heiligen Geist zu veranschaulichen, und dass es allein dem Heiligen Geist möglich ist, die Liebe des Vaters in das Herz des Menschen zu legen, um ihn so aus seiner ursprünglichen Schöpfung zu erheben und Anteil an der Natur des Vaters zu schenken. Offenbarung 24

Wir möchten das Wirken dieser aktiven Energie Gottes weiter erläutern, da es für uns Menschen von so entscheidender Bedeutung ist, sie zu verstehen:

Diese natürlichen Attribute des Menschen sind es, auf die der Geist Gottes einwirken kann, um sie zu fördern und erblühen zu lassen. Der Heilige Geist ist zwar eine Facette des Geistes Gottes, doch verfolgt er nur eine einzige Aufgabe, nämlich dem Menschen, der aufrichtig und ehrlich zum Vater betet, die Göttliche Liebe ins Herz zu legen, um ihn Schritt für Schritt in ein neues Geschöpf zu verwandeln.

Weder der Geist Gottes noch der Heilige Geist sind unabhängige, aus sich selbst existierende Wesenheiten, wie der Mensch es oftmals glaubt, sondern diese Kräfte existieren nur deshalb, weil sie Eigenschaften der Seele Gottes sind. Ohne die Seele Gott gäbe es weder den Geist Gottes, noch den Heiligen Geist. Der göttliche Geist ist die Kraft, mit der die Seele Gott Ihren Willen ausdrückt, um sich aktiv und zielgerichtet zu manifestieren. Weder der Geist Gottes noch der Heilige Geist sind eigenständige Wesenheiten, sondern sie sind das, was die Große Seele Gott verströmt, um sich in Seiner Schöpfung auszudrücken.

Wenn der Geist Gottes auf die Eigenschaften und Attribute des Menschen einwirkt, dann tut er dies zu dem Zweck, diese menschlichen Charakteristika und Besonderheiten auf die höchstmögliche Stufe der natürlichen Entwicklung zu heben. Dabei ist es dem Geist Gottes nicht möglich, dem Menschen Göttlichkeit zu verleihen, noch kann er einzelne, charakteristische Eigenschaften des Menschen in das Göttliche erheben. Auch wenn der Geist Gottes auf die Menschen einwirkt, bleibt der Mensch weiterhin die natürliche Schöpfung, als die er geschaffen worden ist, denn um zu erreichen, dass der Mensch göttlich wird, muss er etwas in sich aufnehmen, was diese Göttlichkeit in sich trägt.

Um es also noch einmal zusammenzufassen: Auch wenn der Geist Gottes eine Emanation der Seele Gottes ist, die fortwährend Göttlichkeit verströmt, ist diese Kraft nicht in der Lage, den Menschen, dessen Entwicklung er befördert, ins Göttliche zu erheben. Dies vermag allein der Heilige Geist, denn er ist das Werkzeug Gottes, das einzig und allein die Aufgabe hat, die Liebe Gottes, die Seine Göttlichkeit in sich birgt, in das Herz des Menschen zu legen, um dieses Geschöpf aus seinem natürlichen Rahmen ins Göttliche zu erheben.

Es ist nicht der Heilige Geist, der dem Menschen bestimmte Gaben wie Weisheit, Einsicht, Rat, Erkenntnis, Stärke, Frömmigkeit und Gottesfurcht verleiht, sondern sein Wirkungsbereich ist es, die menschliche Seele auf indirektem Weg zu fördern, indem er die Liebe Gottes in die Seele des Menschen legt, um auf diese Weise einen Transformations- und Reifeprozess anzustoßen, wodurch wiederum auch der Verstand und die Vernunft des Menschen samt den Fähigkeiten, sich für gut oder böse zu entscheiden, umfassend entwickelt werden.

Wohnt die Göttliche Liebe in der Seele des Menschen, hängt es von der Fülle dieser Liebe ab, wie sehr sich der Mensch und alle seine Gedanken auf seine einstige Reinheit und Unversehrtheit ausrichten. Je mehr dieser Liebe in einer Seele Heimat findet, desto größer wird der Anteil des Menschen, Zugang zur göttlichen Wahrheit zu erlangen, indem der Mensch nun in der Lage ist, seine Seelensinne auszubilden. Offenbarung 8

Gott ist Seele und diese Seele hat ihre Form. Jesus, der das höchst entwickelte himmlische Wesen, der Meister der Göttlichen Himmel und der dem Urquell Gottes am nächsten ist, erklärt, dass Gott von Gestalt ist, um Ihm eine Einheit und eine Substanz zu geben, und diese Seelenform Gottes besteht aus dem, was rein geistig ist - das heißt, nicht aus dem Materiellen, wenn auch in höchstem Maße sublimiert. Außerdem wissen wir, dass jene spirituelle Wesen mit sehr hohem Seelenfortschritt, in ihrer Seelenwahrnehmung Gott und seine Form ‚sehen‘ können. So ist die Seele Gottes, die Gestalt hat, nur für sich Selbst oder dem Menschen, - der durch den ausreichenden Besitz der Substanz der Großen Seele Gottes hat, - wahrnehmbar. Jesus schreibt wie folgt:

Gott hat nicht die Gestalt, wie sie sich der Mensch zu fast allen Zeiten ausgedacht hat, und besonders jene, die an die Bibel der Hebräer glauben und auch an die der Christen. Trotzdem aber besitzt er eine Gestalt, die nur die Seelenwahrnehmungen eines Menschen als eine Wesenseinheit erkennen und vernehmen kann, der zu einem gewissen Entwicklungsgrad gelangt ist (jemand, der die Göttliche Natur des Vaters angenommen hat und so zu einem Teil der Seele Gottes geworden ist). Es gibt nichts in der gesamten Natur, mit der die Menschen vertraut sind oder sie kennen, was verwendet werden kann, um einen Vergleich mit dieser Großen Seele anzustellen, nicht einmal mit den spirituellen Wahrnehmungen. Deswegen ist es falsch, wenn die Menschen sich Gottes so vorstellen, dass er eine Gestalt habe, die irgendwie der des Menschen ähnlich sei; nur diejenigen, die den anthropomorphen Gott in ihrem Glauben und ihren Lehren leugnen, liegen richtig.

Nichtsdestoweniger hat Gott eine Gestalt, die ihm eine Wesenseinheit, Substanz und Wohnsitz gibt, im Gegensatz zu dem Gott, von dem gesagt wird (in den Lehren einiger Menschen), dass er überall sei in dieser Substanz und Wesenseinheit – in den Bäumen und Felsen, in Donner und Blitz, in den Menschen und Tieren, in allem, was erschaffen wurde, und in Dem die Menschen angeblich leben und sich bewegen und ihr Sein haben. Nein, diese Vorstellung Gottes stimmt nicht mit der Wahrheit überein, und es ist lebenswichtig für die Kenntnis und Rettung der Menschen, dass diese Vorstellung über Gott nicht gehegt und geglaubt wird. Zu glauben, dass Gott keine Gestalt haben, bedeutet zu glauben, dass Er eine reine Kraft oder ein Prinzip oder eine nebulöse Macht sei und, wie einige sagen, das Ergebnis von Gesetzen. Es ist jedoch eine Tatsache, dass Gott diese Gesetze festgelegt hat, um Sein Universum der Schöpfung zu kontrollieren, und sie werden den Menschen bewusst und offenbar durch dieselben Kräfte und Prinzipien, die sie, bis zu einem gewissen Grad, verstehen können. Jesus 25. Mai 1917

Wir haben bislang abgeleitet, dass Gott ein Wesen, eine Seele, mit einer Persönlichkeit ist; und wir können davon ausgehen, dass er einen Aufenthaltsort haben muss.

Gott wohnt in Seinen höchsten Himmeln, die weit jenseits aller göttlichen Sphären liegen, zu denen der Mensch Zugang erhalten kann. Je näher der Mensch dem Wohnsitz Gottes kommt, desto stärker wird die Anziehung, die er unweigerlich verspürt. Mit jedem Schritt aber, den man auf Gott hinzu macht, potenziert sich die Ausstrahlung Seiner Liebe, des Lebens und des Lichts—und offenbart die Quelle absoluter Vollkommenheit. Gott schläft nicht in den Steinen, Er atmet nicht in den Pflanzen noch träumt Er in den Tieren oder erwacht im Menschen! Gott befindet sich weder in der belebten noch in der unbelebten Natur. Das, was wir vermeintlich als Seine Gegenwart deuten, sind in Wahrheit Seine Eigenschaften und Attribute—Sein Geist in Aktion, der jeder Schöpfung individuelles Dasein schenkt. Und um es noch einmal in aller Deutlichkeit zu sagen: Der Mensch lebt nicht in Gott, er bewegt sich nicht in Ihm und er hat auch nicht sein Dasein in Gott! Ann Rollins 25. Februar 1916

Die Tatsache, dass Gott immer in unmittelbarer Nähe des Menschen ist, bedeutet aber nicht, dass Er persönlich anwesend ist—in diesem Punkt irrt beispielsweise die Bibel, wenn sie überliefert, der Mensch würde in Gott leben, sich in Ihm bewegen und seine gesamte Existenz in Gott haben. Das, was der Mensch als Gott wahrnimmt, ist das Wirken Seiner Eigenschaften und das Wehen Seines aktiven Geistes—Gott selbst wohnt in Seinem höchsten Himmel. Es ist dem Menschen weder möglich, in Gott zu leben noch ein Teil dessen zu sein, was Seine angebliche Gesamtheit definiert. […]

Gott ist eine Person mit individuellen Wesensmerkmalen, dennoch ist Er nicht allgegenwärtig. Er weiß um jedes Atom Seiner Schöpfung, dennoch ist Er kein Teil von dem, was Er erschaffen hat. […]

Gott als Person ist ein klar definiertes Individuum. Auch wenn Seine Liebe das gesamte Universum flutet und Ihm nichts so sehr am Herzen liegt als Seine Kinder glücklich und wohlbehalten zu sehen, so ist Er weder omnipräsent noch ein Teil Seiner eigenen Schöpfung—und wohnt infolgedessen auch nicht in der Seele der Menschen. Gott ist uns also niemals als Person gegenwärtig, sondern es sind Seine Eigenschaften und Wesenszüge wie Liebe, Weisheit, Allwissen und Allmacht, deren Gegenwart der Mensch jederzeit erfahren kann.
Gott ist der Quell allen Lebens, und alles Leben hat seinen Ursprung in Gott. Die Eigenschaft, Leben hervorzubringen, ist ein charakteristisches Wesensmerkmal Gottes. Indem Gott Seine Schöpfung belebt, verhilft Er ihr, das auszudrücken, wozu sie geschaffen worden ist. Alles Leben erfüllt einen bestimmten Zweck. Hat eine Schöpfung aber die Bestimmung erreicht, die ihr mit auf den Weg gegeben worden ist, so kehrt das Leben zu Gott zurück—ein Vorgang, den der Mensch jeden Tag aufs Neue beobachten kann. […]

Die Liebe ist zwar die Haupteigenschaft Gottes, dennoch ist sie nur eine von vielen anderen, göttlichen Attributen, die zwar alle zusammen das Bild ergeben, das Gott in Seiner Gesamtheit ausstrahlt, dennoch sind es nicht die Eigenschaften, die Gott definieren, sondern es ist Gott, der sich durch diese Eigenschaften und Wesenszüge charakterisiert und offenbart. Nie kann Gott eine Eigenschaft verlieren, die wesentlich zum Ausdruck Seiner Persönlichkeit beiträgt; sie alle sind individuelle Merkmale seiner Person und vollkommen Seinem Willen unterworfen. Gott ist Seele, und nur diese Seele macht Gott zu dem, wer Er wirklich ist. Diese Seele ist es, die alle Attribute verströmt, die Gott als Persönlichkeit definieren. Gott ist Geist—reiner Geist, aber der Geist ist noch lange nicht Gott, sondern nur eine Seiner Eigenschaften wie beispielsweise die Liebe oder die Fähigkeit, Leben zu spenden. Ann Rollins 18. Februar 1916

Abschließend möchten wir noch hinzufügen und wiederholen, dass Gott vor allem ein Gott der Liebe ist. Je eher wir diese Tatsache erfahren und glauben, desto eher wird es Glück und Frieden auf der Erde geben. Seine Liebe ist mit der ganzen Menschheit, seien es Heilige oder Sünder, und kein Mensch leidet unter der Strafe, weil der Vater es so will. Gottes großes Wesen ist die Fürsorge und für das Wohlergehen Seiner Kinder und schenkt Seine (Göttliche) Liebe, wenn sein Kind Ihn darum bittet. Gottes Liebe ist überall um uns herum und mag in uns sein, - so es uns (durch Gebete) ermöglicht wird, in unsere Seele zu fließen und wenn der Glaube sie begleitet, werden wir in der Einheit mit dem Vater wachsen und uns dieser Tatsache bewusst sein.

Wenn wir die große Gabe Seiner Liebe, die eigentliche Substanz Seines Wesens empfangen, können wir genau diese Gegenwart Seines fürsorglichen Geistes spüren. Durch die vielen einhergehenden Gaben des Segens erkennen wir den Wunsch Gottes, dass Sein Kind glücklich und erfüllt ist, während es sich in seinem Seelenleben entfaltet und entwickelt. Einen noch höheren Zustand des Seins kann eine sterbliche Seele erlangen, wenn sie das Geschenk der eigenen Substanz Gottes, Seiner eigenen Essenz, die Seine Göttliche Liebe (das größte aller Seiner Attribute) ist, empfängt. Dies zu wissen, ermutigt uns hier auf der Erde, ein Leben in Harmonie mit Seinen Gesetzen zu führen und den tiefen Wunsch zu entwickeln, ein Instrument Seines Willens zu sein.

Author Titel der Botschaft Datum der Botschaft
Jesus Jesus ist nicht Gott sondern wurde vom Vater gesandt um die Menschen zu seiner Gunst und Liebe zu führen 24 September 1914
Jesus Jesus erklärt, dass es nur einen Gott gibt, den himmlischen Vater 24 Januar 1915
Jesus Die zweite formelle Botschaft von Jesus über die Natur seines Vaters als mein und dein Gott 31 Januar 1915
Jesus Jesus berichtigt die Beschreibung des Wesens Gottes 8 April 1919
Joseph Salyards Professor Salyards beschreibt das Wesen Gottes 21 November 1915
Jesus Jesus bestätigt, was Salyads über Gott geschrieben hat 22 November 1915
Lukas Auch Lukas bestätigt die Botschaft Professor Salyards 22 November 1915
Ann Rollins Ann Rollins erklärt das Wesen Gottes 18 Februar 1916
Ann Rollins Ann Rollins setzt ihre Botschaft über das Wesen Gottes fort 25 Februar 1916
Jesus Gott liebt alle Seine Kinder 17 September 1916
Jesus Wer oder Was ist Gott 25 Mai 1917
Jesus Gott und Seine Persönlichkeit 7 April 1919
Jesus Wie wichtig es ist, dass die Menschheit die Wahrheit der Neuen Geburt kennt 15 Juni 1919
Judas Was Menschen tun müssen, um Gott zu sehen und zu erkennen, dass Er ein persönlicher Gott ist 21 März 1922
Jesus Jesus bestätigt und betont was Judas geschrieben hat 21 März 1922
Jesus Predigt 19 - David drückt seine Vorstellung von Gott in seinen Psalmen aus 2 Januar 1959
Jesus Offenbarung 53: Gott ist weder männlich noch weiblich 28. Juli 1955 und 13. März 1959
James Padgett Gott begreifen 10 Juni 2021

Die Dreifaltigkeit

Für diejenigen, die in der orthodoxen christlichen Gemeinde aufgewachsen sind, ist die Dreifaltigkeit zentral für den Gottesbegriff. In diesen Botschaften wird uns gesagt, dass dies keine Wahrheit ist. Gott der Vater ist der Schöpfer. Der Heilige Geist ist ein Instrument und ein Teil des Vaters, das der Vater benutzt, um Seine Liebe zu manifestieren und es ist kein separates Wesen mit Intelligenz. Schließlich behauptet Jesus wiederholt, dass er nicht Gott ist. Er ist göttlich, insofern als er die Transformation seiner sterblichen Seele in eine unsterbliche Seele akzeptiert hat, hat er die Göttliche Liebe in sich und ist eins mit dem Vater. Er hat also eine Eigenschaft des Vaters - die Göttliche Liebe, aber das macht ihn nicht, sagt er, zu Gott. Es gibt viele andere himmlische Engel in demselben Zustand, obwohl Jesus dem Vater am nächsten steht, da er weiter fortgeschritten ist als jeder andere Sterbliche.

Es ist wahrscheinlich wahr, dass Jesus spirituell so viel weiter fortgeschritten ist als wir, dass man ihn fast für einen Gott halten könnte, aber dennoch sagt Jesus, dass er nicht angebetet werden darf. Und er behandelt uns weiterhin wie Bruder und Schwester.

Author Titel der Botschaft Datum der Botschaft
Jesus Jesus erklärt, dass er nicht vom Heiligen Geist gezeugt wurde 28 September 1914
Jesus Jesus ist weder Gott, noch gibt es die sogenannte Dreifaltigkeit 23 April 1916
Jesus Jesus ist weder Gott, noch kann er Sünden vergeben 25 Dezember 1914
Jesus Jesus erklärt, dass es nur einen Gott gibt, den himmlischen Vater 24 Januar 1915
Jesus Der Heilige Geist nicht Gott. Jesus vollbringt immer noch das Werk des Vaters 9 April 1915
Jesus Der Heilige Geist ist nicht Gott; es gibt keine unverzeihliche Sünde 6 Juni 1915
Robert Colyer Colyer, der Prediger, beschreibt seinen Glauben; dementiert die Dreifaltigkeit 5 August 1915
Hugh Latimer Sein Glaube als er auf Erden war. Jesus kam und sagte ihm, dass er nicht Gott sei 13 August 1915
Jesus Jesus stellt klar, dass er weder Gott ist noch sein Blut geeignet ist, die Menschheit zu erlösen 12 September 1915
Jesus Was Sünde ist, wie sie entsteht und wodurch sie korrigiert wird 25 Dezember 1915
Jesus Was kann den Menschen ins Göttliche erheben? 15 März 1916
Judas Die größte Sünde ist jene wider den Heiligen Geist 21 Oktober 1916
Lukas Lukas erklärt das Wesen des Heiligen Geistes 5 November 1916
John P Newman Bishop John P Newman bedauert, die Lehre der Dreifaltigkeit verbreitet zu haben 5 November 1916
Chauncey Giles Chauncey Giles ändert seinen Glauben das Jesus Gott sei 28 Februar 1917
Jesus Es ist die Liebe des Vaters, die rettet, und nicht Jesu Blut und Tod 6 Mai 1917
Johannes Was ist der Heilige Geist und wie wirkt er? 14 Juni 1917
Jesus Jesus erklärt den Unterschied zwischen Gottes Geist und dem Heiligen Geist 10 Mai 1920